Verstopfungen, die nicht so einfach zu lösen sind
Es gibt Verstopfungen, die schon beim ersten Druck mit einem Pümpel nachgeben. Und dann gibt es die anderen: Fälle, bei denen das Wasser staut, gurgelt oder gar nicht mehr läuft. Oft steckt dahinter keine Kleinigkeit, sondern eine Ansammlung von Fett, Kalk, Haaren oder sogar Fremdkörpern tief in der Leitung. Besonders in älteren Häusern — und Sundern hat viele davon — können Grund- und Fallleitungen über Jahrzehnte Kalkablagerungen aufbauen, die beim nächsten Regenwetter zum Rückstau führen.
Ein weiterer klassischer Fall: Faserpfropfen. Das sind verhedderte Haare, Fasern und organische Reste, die sich wie ein Pfropfen festsetzen und Wasser nicht durchlassen. Nicht zu unterschätzen sind auch Wurzeleinwuchse in älteren Kanalleitungen — die Wurzeln suchen nach Wasser und dringen durch winzige Risse in die Rohre ein.
Spirale oder Hochdruck — die richtige Methode wählen
Nicht jede Verstopfung wird mit derselben Methode gelöst. Unsere Fachbetriebe prüfen zuerst, wo genau die Blockade sitzt und aus welchem Material die Leitung besteht. Ein Kunststoff-Rohr verträgt andere Belastungen als ein altes Gusseisen-Fallrohr.
Die Rohrreinigungsspirale ist die klassische Lösung: Eine Drahtwendel wird ins Rohr geführt, greift sich den Pfropfen oder die Ablagerung und zieht ihn heraus oder zerlegt ihn. Diese Methode ist schonend, dauert aber länger und ist bei sehr langen oder gekurvten Leitungen schwieriger.
Die Hochdruckspülung arbeitet mit bis zu 200 bar Wasserdruck: Ein Schlauch mit Düse dringt ins Rohr ein und spült Fett, Kalk und Verschlackung raus. Diese Methode ist schneller und oft auch gründlicher — aber nur, wenn das Rohr stabil genug ist. Bei beschädigten oder sehr alten Leitungen kann der Druck mehr schaden als nutzen.
Unsere Fachbetriebe in Sundern und den Ortsteilen wie Langscheid, Hachen oder Melschede wissen, wie die Leitungen in der Region beschaffen sind, und wählen deshalb die passende Methode.
Die Wurzel des Problems finden — Kamera-Inspektion gegen Wiederkehr
Besonders ärgerlich sind Verstopfungen, die immer wiederkommen. Das deutet darauf hin, dass nicht die Ursache, sondern nur das Symptom behandelt wurde. Eine blockierte Fallleitung wird frei gemacht — drei Wochen später sitzt die nächste Verstopfung an derselben Stelle.
Hier hilft eine Rohrkamera-Inspektion. Ein dünnes Kabel mit HD-Kamera fährt ins Rohr, zeigt dem Fachmann live, was los ist: Risse, Verschlackungen, Wurzeleinwuchs, falsch eingebaute Rohre oder ein verstopftes Siphon. Mit dieser Information kann die echte Ursache behoben werden — ob das eine Rohrsanierung, ein Wurzelschnitt oder eine Umleitung ist.
Eine Inspektions-Kamera kostet Zeit, spart aber oft kosten und Ärger. Gerade bei Häusern in Sundern, die älter als 30 Jahre sind, ist eine Kamera-Kontrolle eine Investition, die sich rechnet.
- Fett- und Kalkablagerungen — klassisch in älteren Leitungen, erkennt man an langsamem Abfluss und Gurgel-Geräuschen.
- Faserpfropfen — Haare und Fasern, die sich im Rohr verfangen; besonders häufig im Badezimmer.
- Wurzeleinwuchs — Baumwurzeln dringen durch Risse in alte Kanalleitungen ein; Anzeichen: mehrfache Verstopfungen im ganzen Haus.
- Fremdkörper — Windeln, Zahnseide, Feuchttücher, die nicht ins Klo gehören; passiert häufiger als man denkt.
- Rückstau — Wasser läuft aus dem tiefsten Punkt (Keller) zurück; Signal für ein ernsthaftes Problem in der Grund- oder Fallleitung.
- Beschädigte Rohre — Risse, Brüche oder Versackungen, die Wasser stauen und Schmutz sammeln.
- Falsch dimensionierte oder eingebaute Rohre — manchmal liegt das Problem bereits im ursprünglichen Hausbau.