Wann eine Kanalreinigung sinnvoll ist
Ihre Toilette läuft langsam ab? Der Waschbecken-Siphon gurgelt? Oder es riecht unauffällig muffig aus dem Ablauf? Das sind erste Zeichen für Ablagerungen in der Grund- oder Kanalleitung. In älteren Beständen wie in Kölleda und Dermsdorf kommen hinzu: Kalkverkrustungen, Fettablagerungen aus Küche und Bad sowie — besonders häufig — Baumwurzeln, die in Risse und Fugen eindringen.
Eine vorbeugende Kanalreinigung ist sinnvoll, wenn:
- Mehrere Abläufe gleichzeitig langsamer werden oder stocken.
- Rückstau auftritt — Wasser staut sich bei Regen in Keller oder Erdgeschoss.
- Geruchsentwicklung wahrnehmbar ist, besonders im Siphonbereich oder Gully.
- Jahrelang nicht gereinigt: Bei älteren Häusern (vor 1990er Jahren) oft überfällig.
- Bäume in der Nähe: Weiden, Pappeln und Fichten treiben gerne in Rohre ein.
- Sichtbare Beschädigungen: Risse im Keller oder ungleichmäßige Setzungen.
- Neuer Hausbesitzer: Zustand der Leitungen unbekannt — Kamera-Inspektion klärt auf.
Hochdruckspülung und Kamera-Befahrung: So wird es gemacht
Unsere Fachbetriebe setzen bei der Kanalreinigung auf zwei bewährte Verfahren:
Hochdruckspülung: Mit Drücken von 150 bis 250 bar wird der Rohrinnenraum schonend, aber effektiv gereinigt. Kalk, Fett und lockere Ablagerungen werden fortgespült, ohne PVC oder Steinzeugrohre zu beschädigen. Das Verfahren ist umweltfreundlich und nachhaltig.
Kamera-Befahrung: Eine hochauflösende Inspektionskamera fährt durch Ihr Kanal- oder Grundleitungssystem. Sie zeigt den exakten Zustand: Ablagerungen, Risse, Versätze, Wurzeleinwuchs. Das Videomaterial dokumentiert Befunde und hilft, größere Schäden frühzeitig zu erkennen.
In Kölleda kommen diese Verfahren besonders oft bei längeren Grundleitungen zum Einsatz — oft 20–50 Meter vom Haus zum öffentlichen Kanal. Eine Vorher-Nachher-Kamerabefahrung zeigt den Erfolg und bietet Ihnen Sicherheit.
Wurzeleinwuchs und Leitungsschäden früh erkennen
Besonders in Thüringen, wo ältere Betonrohre und Steinzeug weit verbreitet sind, ist Wurzeleinwuchs ein klassisches Problem. Feine Haarwurzeln dringen durch Fugen und kleine Risse ins Rohr, wachsen mit und können die Leitung völlig verschließen. In Großmonra, Altenbeichlingen und Burgwenden, wo teilweise Villen mit altem Baumbestand stehen, ist das besonders häufig.
Eine Kamera-Inspektion offenbart den Schaden eindeutig. Solche Befunde sollten dokumentiert und möglicherweise später saniert werden — etwa durch Schlauchlining (eine neue Kunststoff-Innenschicht) oder im schlimmsten Fall durch Teilaustausch.
Auch Risse durch Bodensetzung oder alte Versätze an Muffen entstehen bei längerfristig undichten Leitungen zu echten Problemen. Würzeleinwuchs führt zu flächiger Durchfeuchtung rund um die Leitung — ein schleichender Prozess, der die Fundamente von Häusern gefährdet. Unsere Partner helfen, das zu verhindern.